Craps Online Casinos Österreich: Wo Würfelspieler legal und sicher spielen
Wer in Österreich nach einem Online-Casino für Craps sucht, stößt auf eine seltsame Marktstruktur. Die Auswahl an Spielen ist technisch breit, die Auswahl an legalen Anbietern nicht: Nur ein einziger Betreiber hält eine österreichische Konzession. Die anderen neun Marken, die internationale Affiliate-Seiten als „beste Craps-Casinos“ listen, operieren ohne Zulassung des Bundesministeriums für Finanzen. Das verändert die Frage von „Welcher Bonus ist am höchsten?“ zu „Was kostet es mich, bei einem nicht-konzessionierten Anbieter zu spielen?“

Craps selbst ist das Casino-Würfelspiel mit dem niedrigsten Hausvorteil, wenn man die richtigen Wetten wählt. Die Pass-Line-Wette kostet die Bank nur 1,41 %, die Odds-Wette hinter der Pass Line sogar null. Zum Vergleich: Die meisten Spielautomaten liegen bei einem Hausvorteil von 4 % bis 8 %. Das ist der Grund, warum Craps unter erfahrenen Casino-Spielern einen festen Platz hat und nicht nur eine exotische Würfel-Kuriosität ist. Die österreichische Glücksspielbehörde beziffert die Ausschüttungsquote (RTP) bei Craps mit einer Spanne von 83,33 % bis 99,17 %, je nach Wetttyp. Der breite Korridor kommt daher, dass die schlechtesten Craps-Wetten (Any 7, 2 Craps, 12 Craps) den Hausvorteil in Richtung 17 % treiben, während Pass Line plus Odds die 99 %-Marke knacken.
Aktualisiert am 13. August 2026 auf Grundlage des BMF-Konzessionsregisters und der geltenden Fassung des Glücksspielgesetzes (RIS, konsolidierte Fassung 13.05.2026).
Craps als Casino-Spiel: Was Einsteiger wissen müssen
Craps wird mit zwei regulären Würfeln gespielt, Ziel ist es, die Augensumme der beiden Würfel vorherzusagen. So definiert es die österreichische Glücksspielbehörde. Was sich hinter dieser nüchternen Beschreibung verbirgt, ist das schnellste und sozialste Spiel am Casino-Tisch.
Der Shooter würfelt. Alle anderen Spieler am Tisch wetten gegen oder mit ihm. Die Würfel treffen die gegenüberliegende Wand, prallen zurück, und der Stickman ruft das Ergebnis. Das klingt unübersichtlich, ist aber im Kern einfach: Die meisten Spieler setzen auf Pass Line, also darauf, dass der Shooter im ersten Wurf (Come-Out-Roll) eine 7 oder 11 würfelt (Natural, sofortiger Gewinn) oder eine 2, 3 oder 12 (Craps, sofortiger Verlust). Würfelt der Shooter eine andere Zahl (4, 5, 6, 8, 9 oder 10), wird diese Zahl zum Point. Dann würfelt der Shooter so lange weiter, bis er den Point erneut trifft (Pass-Line-Wette gewinnt) oder eine 7 würfelt (Pass-Line-Wette verliert). Der Hausvorteil auf diese Basis-Wette liegt bei 1,41 %, was deutlich unter den meisten Roulette-Varianten liegt.
Was Craps von anderen Würfelspielen im Casino unterscheidet: Es gibt eine Vielzahl von Wetten auf demselben Tisch, und nicht alle davon sind es wert, gespielt zu werden. Proposition-Wetten (Wetten auf einen einzelnen Wurf) tragen Hausvorteile zwischen 9 % und 17 %. Wer seine Wetten nicht kennt, zahlt dafür einen hohen Preis. Wer die Pass Line und die Odds-Wette daneben spielt, spielt das statistisch fairste Spiel im Casino.
Die Craps-Varianten in österreichischen Online-Casinos
In österreichischen Online-Casinos sind drei Craps-Varianten relevant: das klassische Standard Craps, First Person Craps von Evolution und Live Craps von Evolution. Auf win2day sind alle drei verfügbar, ergänzt durch weitere Würfelspiele wie Mega Sic Bo, Super Sic Bo, Lightning Dice und Bac Bo.
Standard Craps bietet das volle Wettspektrum: Pass/Don’t Pass, Come/Don’t Come, Odds Bets hinter jeder Linien-Wette, Place-Wetten auf 4/5/6/8/9/10, Hardways und alle Proposition-Wetten. Diese Version ist für Spieler gedacht, die das gesamte Craps-Repertoire nutzen wollen.
First Person Craps ist eine RNG-basierte Version (Random Number Generator, also nicht-live, sondern zufallsgeneriert) mit 3D-Tischansicht und einem Easy Mode, der neuen Spielern die Wettauswahl erleichtert. Das Tempo ist schneller als am Live-Tisch, weil keine Würfelanimation und keine Wartezeiten zwischen den Runden entstehen. Für Spieler, die Craps-Regeln üben wollen, ohne soziale Interaktion, ist First Person Craps der Einstiegspunkt.
Live Craps ist seit 2020 verfügbar, Evolution Gaming launchte damals die weltweit erste Online-Live-Craps-Version. Das Studio ist im Speakeasy-Stil gestaltet, der Dealer steht am echten Craps-Tisch, Würfel werden live geworfen. Das kommt der Atmosphäre eines landbasierten Casinos am nächsten und ist die einzige Variante, die das soziale Element eines Craps-Tisches reproduziert.
Eine vierte Variante, European Seven Eleven, ist in Europa verbreitet, aber auf win2day nicht im Standardangebot dokumentiert. European Seven Eleven ist eine vereinfachte Form ohne Odds Bets, ohne Come/Don’t-Come-Wetten; Place Bets auf 6 und 8 zahlen dort nur Even Money statt der üblichen 6:5. Wer diese Variante spielen will, findet sie meist nur bei Offshore-Anbietern.
Online-Craps vs. Craps im landbasierten Casino in Österreich
In den Spielbanken von Casinos Austria steht Craps an ausgewählten Standorten am Tisch. Das Angebot ist breit, aber nicht flächendeckend: Nicht jedes österreichische Casino hat dauerhaft einen Craps-Tisch offen. Die Mindesteinsätze vor Ort liegen in der Regel über den Online-Mindesteinsätzen, und der soziale Charakter ist vollständig: Der Stickman, die anderen Spieler am Tisch, die Rufe bei Gewinn-Würfen.
Online ist die Verfügbarkeit das Gegenteil von physisch: Craps ist auf win2day rund um die Uhr verfügbar, der Mindesteinsatz liegt bei € 0,50, der Maximaleinsatz bei € 500 pro Wurf. Das Tempo ist schneller, weil keine Mitspieler den Rhythmus bestimmen. Der Nachteil: Das soziale Element fehlt. Bei RNG-Craps gibt es keinen Stickman, keine Reaktion am Tisch, kein gemeinsames Feiern einer gewonnenen Odds-Wette. Live Craps von Evolution schließt diese Lücke teilweise, mit echtem Dealer und echten Würfeln, bleibt aber eine digitale Oberfläche.
Für Einsteiger ist Online-Craps einfacher zugänglich: kein Dresscode, keine Anfahrtswege, keine Wartezeiten am Tisch. Die Einsatzlimits sind niedriger, was das Üben mit kleinen Beträgen erlaubt. Wer die Stimmung eines vollen Craps-Tisches sucht, ist im landbasierten Casino besser aufgehoben. In Österreich ist die Wahl zwischen beiden Optionen in erster Linie eine Wahl zwischen win2day online und Casinos Austria vor Ort, weil nur diese beiden Wege legal sind.
Craps-Casinos im 2026-Test: Ein Konzessionär, viele Alternativen — unser Ranking
| Casino | AT-Konzession | Willkommensbonus | Regulierungsbehörde |
|---|---|---|---|
| win2day | Ja (BMF, § 14 GSpG) | — | Bundesministerium für Finanzen |
| Bet365 | Nein | Bis € 100 Wett-Credits (7 Tage Gültigkeit) | Gibraltar |
| bwin | Nein | 100 % bis € 200 + 50 FS (35x Umsatz) | Gibraltar |
| Interwetten | Nein | 100 % bis € 600 + 50 FS | Malta Gaming Authority (MGA) |
| Mr Green | Nein | 100 % bis € 500 + 200 FS + 100 FS ohne Umsatz | Malta Gaming Authority (MGA) |
| Tipico | Nein | — (Casino in AT eingestellt) | — (MGA/GGL, nicht mehr aktiv) |
| Bet-at-home | Nein | Bis € 300 (Sport, 7x Umsatz, 30 Tage) | — |
| Cashpoint | Nein | — | Malta Gaming Authority (MGA) |
| NetBet | Nein | — | Malta Gaming Authority (MGA) |
| Lottoland | Nein | — | Gibraltar |
Die Tabelle zeigt, was im österreichischen Craps-Markt Realität ist: Eine Zeile mit Konzession, neun Zeilen ohne. Die „Willkommensbonus“-Spalte trägt bewusst Lücken, weil Bonus-Daten zu mehreren Anbietern nicht verifizierbar sind. Die Spalte „Regulierungsbehörde“ zeigt, wo die Lizenz tatsächlich ausgestellt wurde. „Malta Gaming Authority“ und „Gibraltar“ stehen für Lizenzen, die in Österreich nicht gelten.
Wer in dieser Liste eine Zeile mit „Ja“ in der Konzessionsspalte sucht, findet sie nur einmal. Das ist der Ausgangspunkt jeder weiteren Bewertung. Ein Bonus von € 600 bei Interwetten oder € 500 plus 200 Freispielen bei Mr Green klingt verlockend. Aber beide Anbieter haben keine österreichische Konzession, und das verändert die Rechnung.
Bewertungskriterien: Was ein gutes Craps-Casino für österreichische Spieler ausmacht
Vier Kriterien entscheiden, wie ein Craps-Casino für österreichische Spieler zu bewerten ist. Sie stehen in dieser Reihenfolge, weil das erste alle anderen überlagert:
- Österreichische Konzession: Die BMF-Konzession nach § 14 GSpG ist die einzige Zulassung, die für Online-Glücksspiel in Österreich rechtlich trägt. Eine MGA-Lizenz aus Malta, eine Gibraltar-Lizenz oder eine Curaçao-Lizenz berechtigt nicht zur Bedienung österreichischer Spieler. Wer in Österreich legal spielen will, hat unter den aktuellen Bedingungen keine Auswahl.
- Bonus-Höhe und Umsatzbedingungen: Wo eine Konzession fehlt, ist der Bonus das einzige verbleibende Argument. Die Umsatzbedingungen (wie oft der Bonusbetrag durchgespielt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist) entscheiden, was der Bonus tatsächlich wert ist.
- Regulierungsbehörde: BMF, MGA, Gibraltar, Curaçao — vier Standards. BMF ist die strengste Aufsicht für den österreichischen Markt. Curaçao ist nach der LOK-Reform vom 24. Dezember 2024 schwächer reguliert als Malta oder Gibraltar.
- Craps-Spielangebot: Nur Anbieter mit echtem Craps-Angebot sind für Craps-Spieler relevant. Das schließt reine Sportwetten-Anbieter und Lotterie-Plattformen aus der engeren Wahl aus.
win2day — Der einzige konzessionierte Craps-Anbieter Österreichs
Win2day ist die einzige Online-Plattform in Österreich, auf der legal Casino-Spiele gespielt werden können. Betrieben wird sie von der Österreichischen Lotterien GmbH, die zur Casinos Austria / Österreichische Lotterien Gruppe gehört. Die Konzession nach § 14 GSpG ist bis zum 30. September 2027 befristet und wird vom Bundesministerium für Finanzen vergeben. Win2day ist nicht einfach „ein Anbieter unter vielen“; es ist der einzige Anbieter, den das österreichische Glücksspielgesetz als legal anerkennt.
Das Craps-Angebot auf win2day umfasst Standard Craps, First Person Craps (RNG-basiert) und Live Craps (Evolution, live). Der Mindesteinsatz liegt bei € 0,50, der Maximaleinsatz bei € 500 pro Wurf. Die Ausschüttungsquote wird vom BMF mit 83,33 % bis 99,17 % beziffert, je nach Wetttyp.
Die Spielerschutzmechanismen sind verpflichtend: Spieler müssen bei der Registrierung ein Einzahlungs- und ein Spielzeitlimit setzen, bevor sie spielen können. Das maximale wöchentliche Einzahlungslimit für Spieler unter 26 Jahren beträgt € 250. Für Spieler ab 26 Jahren liegt das Standardlimit bei maximal € 1.680 pro Kalendermonat. Eine Erhöhung ist nur nach gesonderter Prüfung möglich.
Zum Willkommensbonus für Casino-Spiele: Kein spezifischer Casino-Willkommensbonus ist im aktuellen Angebot bestätigt. Das ist kein Zufall, sondern eine Konsequenz aus dem Monopol. Wo kein Wettbewerb um Neukunden herrscht, ist ein aggressiver Bonus unnötig. Wer auf win2day spielt, spielt dort wegen der Lizenz, nicht wegen der Promotion.
Verdikt: Für österreichische Craps-Spieler, die legal spielen wollen, gibt es keine Alternative. Win2day ist die einzige Wahl, mit allen Einschränkungen, die das Monopol mit sich bringt: kein Bonus-Wettbewerb, keine große Spielauswahl. Aber die Lizenz ist echt, der Spielerschutz funktioniert, und die Gewinne sind steuerfrei.
Bet365 — Gibraltar-Lizenz ohne AT-Konzession
Bet365 ist einer der größten Wettanbieter der Welt, lizenziert in Gibraltar. Für österreichische Spieler bedeutet das: Die Plattform ist erreichbar, aber nicht autorisiert. Die österreichische Konzession hält Bet365 nicht. Das Willkommensangebot liegt bei bis zu € 100 Wett-Credits, gilt aber primär für Sportwetten. Die Casino-Nutzbarkeit dieses Bonus ist nicht bestätigt. Die Gültigkeit beträgt 7 Tage. Die Mindestquote für die Umsatzbedingungen liegt bei 1,20.
Craps ist im Bet365-Casino-Angebot nicht als eigener Bereich hervorgehoben. Das ist kein Zufall: Bet365 setzt auf Breite (Slots, Tischspiele, Live-Casino), nicht auf Nischen-Würfelspiele. Für einen Spieler, der gezielt Craps sucht, ist Bet365 keine erste Adresse.
Verdikt: Bet365 ist ein Sportwetten-Anbieter mit Casino-Annex. Für Craps-Spieler ist das Angebot dünn, die Lizenzsituation unklar, der Bonus primär auf Sport zugeschnitten. Wer trotzdem dort spielt, spielt ohne österreichischen Verbraucherschutz und mit dem Risiko, dass Verträge nach OGH-Rechtsprechung nichtig sind.
bwin — Casino-Bonus mit 35x Umsatzbedingungen
Bwin gehört zur Entain-Gruppe und operiert unter einer Gibraltar-Lizenz. Im österreichischen Markt war bwin 2024 in einem OGH-Verfahren genannt, was die anhaltende rechtliche Grauzone unterstreicht. Das Casino-Willkommenspaket bietet 100 % bis zu € 200 plus 50 Freispiele. Die Umsatzbedingungen für den Casino-Bonus liegen bei 35x, also 35-mal muss der Bonusbetrag durchgespielt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Für Sportwetten gilt ein separates Angebot mit 3x Einzahlung-und-Bonus in 30 Tagen.
Ob der Casino-Bonus für Craps freigeschaltet ist, lässt sich aus den verfügbaren Daten nicht eindeutig beantworten. Viele Online-Casinos schließen Tischspiele mit niedrigem Hausvorteil teilweise oder vollständig von der Bonus-Freischaltung aus, weil Spieler dort die Umsatzbedingungen effizienter erfüllen können.
Verdikt: Bwin ist unter den nicht-konzessionierten Anbietern einer mit konkretem Casino-Bonus und bekannten Umsatzbedingungen. 35x Umsatz ist kein außergewöhnlicher Wert, aber auch kein niedriger. Für österreichische Spieler bleibt das Problem: kein Konsumentenschutz bei Streitigkeiten, keine österreichische Aufsicht.
Interwetten — Höchster bestätigter Casino-Bonus im Vergleich
Interwetten wirbt mit 100 % bis zu € 600 plus 50 Freispielen für Neukunden im Casino-Bereich. Das ist der höchste bestätigte Bonusbetrag in diesem Vergleich. Die Lizenz ist MGA (Malta Gaming Authority), nicht österreichisch. Die Umsatzbedingungen und die Gültigkeitsdauer sind in den verfügbaren Daten nicht bestätigt, was eine vollständige Bewertung erschwert. Bei einem Bonus dieser Höhe ist die Umsatzbedingung entscheidend: Was nützt ein € 600-Bonus, wenn er 50-mal durchgespielt werden muss und die Frist nur 14 Tage beträgt?
Das Craps-Angebot von Interwetten ist nicht spezifisch dokumentiert. Die Plattform bietet Casino-Spiele, aber ob Craps im Sortiment ist, ist aus den verfügbaren Quellen nicht abzuleiten.
Verdikt: Der höchste Bonus, aber mit den wenigsten verifizierten Details. Wer den Bonus bewerten will, muss die Umsatzbedingungen kennen, die hier fehlen. Der Bonus-Wert von € 600 relativiert sich, sobald die Bedingungen ungünstig sind.
Mr Green — 200 Freispiele und 100 FS ohne Umsatzbedingungen auf Gewinne
Mr Green lockt mit einem dreigliedrigen Willkommenspaket: 100 % bis zu € 500 Bonus, 200 Freispiele und zusätzlich 100 Freispiele ohne Umsatzbedingungen auf Gewinne. Die letzten 100 Freispiele sind der bemerkenswerte Teil: Gewinne daraus sind ohne weitere Umsatzbedingungen auszahlbar, mit einer Gültigkeit von 14 Tagen. Lizenziert ist Mr Green von der Malta Gaming Authority, nicht von der BMF.
Das Craps-Angebot ist im Mr Green-Portfolio nicht explizit bestätigt. Die Plattform setzt stark auf Slots und Live-Casino, Craps gehört nicht zu den hervorgehobenen Spielen.
Verdikt: Für Spieler, die Freispiele schätzen, ist das Angebot stark, besonders die 100 FS ohne Umsatz. Für Craps-Spieler bleibt die offene Frage, ob Craps überhaupt im Sortiment ist. Und die Lizenzsituation bleibt: MGA, nicht BMF.
Tipico — Casino-Angebot in Österreich eingestellt
Tipico hat den österreichischen Markt für Casino-Spiele verlassen. Der Zugriff von Österreich auf das Tipico-Casino ist eingeschränkt oder gesperrt. Das Unternehmen operierte mit MGA- und GGL-Lizenz (Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, Deutschland), ist aber für österreichische Spieler im Casino-Bereich nicht mehr erreichbar.
Verdikt: Für die Frage nach den besten Craps-Casinos in Österreich ist Tipico kein Kandidat mehr. Ein Anbieter, der den Markt verlassen hat, kann nicht empfohlen werden, und seine Aufnahme in die Liste dient nur der Vollständigkeit.
Bet-at-home — OGH-Rückzahlungsurteil über ca. € 2,8 Mio
Bet-at-home ist ein Sportwetten-lastiger Anbieter, der 2024 in ein OGH-Verfahren verwickelt war, das mit einem Rückzahlungsurteil über rund € 2,8 Mio endete. Das Urteil ist ein Präzedenzfall: Es bestätigt die Linie des OGH, dass Verträge mit nicht-konzessionierten Anbietern nichtig sind und Verluste zurückgefordert werden können. Der Willkommensbonus bei Bet-at-home beträgt bis zu € 300 für Sportwetten, mit 7x Umsatz in 30 Tagen bei Mindestquote 1,80.
Das Casino- und Craps-Angebot von Bet-at-home ist nicht der Schwerpunkt der Plattform. Sportwetten dominieren. Für einen Spieler, der gezielt Craps sucht, ist Bet-at-home keine relevante Adresse.
Verdikt: Bet-at-home steht weniger für ein Craps-Angebot als für die rechtliche Realität des österreichischen Marktes. Das OGH-Urteil ist eine Warnung, kein Verkaufsargument. Wer dort spielt, spielt mit dem Wissen, dass eine spätere Rückforderung erfolgreich sein könnte.
Cashpoint — Überwiegend Sportwetten, MGA-lizenziert
Cashpoint ist ein österreichischer Name, aber die Online-Lizenz ist MGA (MGA/B2C/114/2005, Merkur Bets Malta Limited). Der Schwerpunkt liegt klar auf Sportwetten; Casino und Craps sind kein profilierter Teil des Angebots. Für Craps-Spieler ist Cashpoint kaum relevant.
Verdikt: Ein österreichisch klingender Name mit maltesischer Lizenz und Sportwetten-Fokus. Für die Craps-Frage trägt Cashpoint nichts bei, das über die Existenz weiterer nicht-konzessionierter Anbieter hinausgeht.
NetBet — MGA-lizenziert mit unbestätigtem Casino-Willkommenspaket
NetBet ist MGA-lizenziert und bietet ein Willkommenspaket für neue Casino-Kunden an, dessen Einzelheiten nicht bestätigt sind. Weder Bonus-Höhe, noch Umsatzbedingungen, noch Gültigkeit sind aus den verfügbaren Daten ableitbar. Das Casino-Angebot umfasst Slots und Tischspiele, Craps ist nicht spezifisch dokumentiert.
Verdikt: Ohne bestätigte Bonus-Details und ohne bestätigtes Craps-Angebot bleibt NetBet ein Platzhalter in dieser Liste. Die MGA-Lizenz bedeutet nicht, dass NetBet in Österreich autorisiert ist.
Lottoland — Gibraltar-Lizenz, primär Lotterie-Anbieter
Lottoland ist ein Lotterie-Spezialist mit Gibraltar-Lizenz. Casino- und Craps-Angebot sind nicht bestätigt. Bonus-Daten fehlen vollständig. Für Craps-Spieler ist Lottoland die am wenigsten relevante Adresse in dieser Liste.
Verdikt: Lottoland ist kein Craps-Anbieter. Die Aufnahme in die Vergleichstabelle erfolgt nur, weil Affiliate-Seiten Lottoland gelegentlich als Casino-Alternative listen. Für die Craps-Frage liefert Lottoland nichts.
Craps-Regeln einfach erklärt: Warum die richtige Wette den Unterschied macht
| Wetttyp | Hausvorteil | Auszahlung |
|---|---|---|
| Pass Line / Come | 1,41 % | 1:1 |
| Don’t Pass / Don’t Come (Bar 12) | 1,36 % | 1:1 |
| Pass Line Odds / Come Odds | 0 % | 2:1, 3:2, 6:5 (je nach Point) |
| Place 6 & 8 | 1,52 % | 6:5 |
| Place 5 & 9 | 4,00 % | 7:5 |
| Place 4 & 10 | 6,67 % | 9:5 |
| Hard 6 / Hard 8 | 9,09 % | 9:1 |
| Hard 4 / Hard 10 | 11,11 % | 7:1 |
| Any 7 | 16,67 % | 4:1 |
| Any Craps | 11,11 % | 7:1 |
| 2 Craps / 12 Craps | 13,89 % | 30:1 |
Die Tabelle zeigt, was auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist: Der Hausvorteil schwankt zwischen 0 % und 16,67 %, je nachdem, welche Wette man wählt. Das ist bei keinem anderen Casino-Spiel so ausgeprägt. Beim Roulette liegt der Hausvorteil je nach Variante bei 2,7 % oder 5,4 %, immer. Bei Craps entscheidet die Wette.

Eine Pass-Line-Wette von € 10 kostet bei 100 Würfen statistisch € 1,41. Eine Any-7-Wette von € 10 kostet bei 100 Würfen € 16,67. Das ist mehr als das Zehnfache. Wer nicht weiß, welche Wetten er wählt, zahlt einen Preis, den er nicht zahlen müsste.
Grundlagen des Craps-Spiels: Come-Out-Roll, Point-Phase und die Wettscheibe
Ein Craps-Durchgang beginnt mit dem Come-Out-Roll. Würfelt der Shooter 7 oder 11, gewinnen alle Pass-Line-Wetten sofort (Natural). Würfelt er 2, 3 oder 12, verlieren alle Pass-Line-Wetten sofort (Craps). Jede andere Zahl (4, 5, 6, 8, 9, 10) wird zum Point.
In der Point-Phase würfelt der Shooter so lange weiter, bis er entweder den Point erneut trifft (Pass Line gewinnt) oder eine 7 würfelt (Pass Line verliert). Die Wahrscheinlichkeit, dass eine 7 vor dem Point kommt, hängt vom Point ab: Bei Point 4 oder 10 ist sie am höchsten, bei Point 6 oder 8 am niedrigsten. Genau das macht die Odds-Wette hinter der Pass Line so wertvoll: Sie hat null Hausvorteil, weil sie zu fairen Quoten ausgezahlt wird.
Die Wettscheibe ist das Layout auf dem Tisch, auf dem die Chips platziert werden. Pass Line und Don’t Pass liegen am Rand, Odds-Wetten direkt dahinter. Place-Wetten auf 4/5/6/8/9/10 haben eigene Felder. Proposition-Wetten (Any 7, Hardways, 2/12) liegen in der Mitte der Scheibe, oft mit dem Stickman als Ansprechpartner.
Die wichtigsten Craps-Wetten und ihre Auszahlungen im Vergleich
Pass Line und Don’t Pass sind die Basis-Wetten mit dem niedrigsten Hausvorteil. Don’t Pass (1,36 %) ist sogar marginal besser als Pass (1,41 %), gilt aber als unhöflich am Tisch, weil man gegen den Shooter wettet. Die meisten Spieler wählen Pass Line.
Come und Don’t Come funktionieren wie Pass/Don’t Pass, werden aber nach dem Point platziert. Sie starten ihren eigenen unabhängigen Durchgang. Wer das Spiel ab dem ersten Wurf nicht versteht, aber nach dem Come-Out-Roll einsteigen will, nutzt Come.
Odds-Wetten sind die einzige Option ohne Hausvorteil. Sie werden hinter einer Pass-Line- oder Come-Wette platziert und zahlen zu fairen Quoten: 2:1 auf Point 4 oder 10, 3:2 auf Point 5 oder 9, 6:5 auf Point 6 oder 8. Wer den maximalen Odds-Einsatz nutzt, drückt den Gesamthausvorteil seiner Wette gegen null.
Place-Wetten auf 6 und 8 sind der beste Kompromiss für Spieler, die nicht am Come-Out-Roll teilnehmen wollen. Der Hausvorteil von 1,52 % ist nur knapp über Pass Line, und die Wetten laufen ohne Come-Out-Phase. Place 5 und 9 (4,00 %), Place 4 und 10 (6,67 %) sind teurer.
Proposition-Wetten sind Anfängerfallen. Any 7 (16,67 %), Any Craps (11,11 %), Hardways (9,09–11,11 %), 2 Craps und 12 Craps (13,89 %) zahlen hohe Quoten, aber der Hausvorteil ist brutal. Wer dort spielt, finanziert den Tisch.
Craps online spielen vs. im landbasierten Casino: Was sich für den Spieler ändert
Online ist schneller. Bei RNG-Craps gibt es keine Wartezeit zwischen Würfen, keine Diskussion am Tisch, keine Würfel, die dreimal rollen, bevor sie liegen bleiben. Eine Session mit 100 Würfen dauert online Minuten, im Casino eine Stunde.
Einsatzlimits sind online niedriger. Auf win2day beginnt Craps bei € 0,50, das Maximum liegt bei € 500. In landbasierten Spielbanken beginnen die Mindesteinsätze meist bei € 5 oder höher, dafür sind die Maximaleinsätze oft unbegrenzt oder deutlich höher.
Die soziale Komponente fehlt online. Craps lebt von der Tischgemeinschaft, den Rufen des Stickmans, dem Klirren der Würfel. Live Craps von Evolution ist die einzige digitale Variante, die das teilweise reproduziert, mit echtem Dealer und echten Würfeln. First Person Craps und Standard Craps sind einsame Erfahrungen.
Für Einsteiger ist Online-Craps zugänglicher. Niedrigere Limits, keine Anfahrt, keine Hemmschwelle. Für erfahrene Spieler, die das volle Craps-Erlebnis suchen, bleibt das landbasierte Casino die Referenz. In Österreich ist das eine Wahl zwischen win2day online und den Craps-Tischen der Casinos Austria.
Was kostet eine Craps-Sitzung auf win2day?
Nehmen wir eine Spielsitzung von 100 Würfen auf win2day mit Pass-Line-Wetten zum Mindesteinsatz von € 0,50 pro Wurf. Bei einem Hausvorteil von 1,41 % ergibt sich ein erwarteter Verlust von 100 × € 0,50 × 1,41 % = € 0,71 für die gesamte Sitzung. Das ist die statistische Größe über viele Spieler; einzelne Sitzungen werden nach oben oder unten abweichen.
Zum Vergleich: Bei Any-7-Wetten mit gleicher Einsatzhöhe steigt der erwartete Verlust auf 100 × € 0,50 × 16,67 % = € 8,34. Das ist mehr als das Zehnfache für eine Wette, die nur einmal pro Wurf möglich ist. Der Hausvorteil ist keine abstrakte Zahl, er ist der Preis, den man pro Wurf bezahlt. Wer 100 Würfe spielt, hat am Ende der Sitzung die Hausvorteile aller 100 Wetten bezahlt.
Annahme: Es wird ausschließlich der Mindesteinsatz pro Wurf gesetzt und nur auf Pass Line gewettet. Odds-Wetten würden den erwarteten Verlust weiter senken, sind aber an die Verfügbarkeit und das Maximum des jeweiligen Casinos gebunden.
Rechtslage Craps in Österreich: Was das Monopol und die Reform für Spieler bedeuten
Die Rechtslage in Österreich ist ungewöhnlich, und sie hat Folgen für jeden, der hier Craps spielen will. Das Glücksspielgesetz definiert Online-Casino-Spiele als „elektronische Lotterien“ (§ 12a GSpG), die Konzession wird vom Bundesministerium für Finanzen vergeben (§ 14 GSpG). Diese Konzession hält ausschließlich die Österreichische Lotterien GmbH, die mit win2day die einzige legale Online-Plattform betreibt.

Wer bei einem MGA-, Gibraltar- oder Curaçao-lizenzierten Anbieter spielt, spielt nicht „in einer Grauzone“. Er spielt auf einer Plattform, die nach österreichischem Recht nicht autorisiert ist. Die OGH-Rechtsprechung seit 2020 ist hier klar: Verträge mit nicht-konzessionierten Anbietern sind nichtig, Verluste sind rückforderbar. Die Entscheidung 6 Ob 31/24p ist die Leitentscheidung dieser Linie.
Der EuGH hat mit C-77/24 (Wunner) am 15. Jänner 2026 bestätigt, dass Verluste aus illegalem Online-Glücksspiel dem Recht des Wohnsitz-Mitgliedstaats unterliegen (Rom II-Verordnung). Das stärkt die Position österreichischer Spieler gegenüber Malta- und Offshore-Betreibern zusätzlich.
Die Reform ist in Vorbereitung: Am 29. Juni 2026 einigte sich die Koalition auf einen Gesetzesentwurf, der ab dem 1. Oktober 2027 ein offenes Konzessionssystem mit unbegrenzten 5-Jahres-Lizenzen einführen soll. Bis dahin bleibt das Monopol bestehen. Eine Cooling-Off-Phase ist ab dem 1. Jänner 2027 vorgesehen, in der bisher illegale Anbieter ihr Angebot einstellen müssen.
win2day und das österreichische Glücksspielmonopol
Das österreichische Glücksspielmonopol ist ein Konzessionssystem, kein offener Markt. Die Konzession für Online-Glücksspiel hält die Österreichische Lotterien GmbH, die als hundertprozentige Tochter der Casinos Austria AG zur Österreichische Lotterien Gruppe gehört. Win2day ist die Plattform, über die diese Konzession ausgeübt wird. Die Konzession ist befristet bis zum 30. September 2027.
Warum gibt es keine weiteren Konzessionen? Das GSpG definiert Online-Casino-Spiele als „elektronische Lotterien“ (§ 12a). Das ist keine begriffliche Spitzfindigkeit. Es bedeutet, dass Online-Casino rechtlich wie eine Lotterie behandelt wird, mit den entsprechenden Konzessionsregeln. Eine zweite Konzession für „elektronische Lotterien“ wurde bisher nicht vergeben.
Die Konsequenz für Spieler: Wer in Österreich legal Craps online spielen will, hat keine Auswahl. Das ist kein Komfort-Problem, sondern eine rechtliche Realität. Wer sich für einen anderen Anbieter entscheidet, entscheidet sich gleichzeitig, auf einer nicht autorisierten Plattform zu spielen, mit allen rechtlichen Folgen.
MGA, Curaçao und Gibraltar: Warum diese Lizenzen in Österreich nicht reichen
Eine MGA-Lizenz (Malta Gaming Authority) ist eine EU-Lizenz, aber keine österreichische Lizenz. Sie berechtigt einen Anbieter, in Malta und in anderen EU-Mitgliedstaaten zu operieren, die ihren Markt offen halten. Österreich hält seinen Markt geschlossen. Eine MGA-Lizenz berechtigt nicht zur Bedienung österreichischer Spieler.
Eine Gibraltar-Lizenz ist eine britische Übersee-Lizenz, keine EU-Lizenz und keine österreichische Lizenz. Anbieter wie Bet365, bwin und Lottoland operieren unter Gibraltar-Regulierung.
Curaçao-Lizenzen galten lange als schwächster regulatorischer Standard. Mit der LOK-Reform vom 24. Dezember 2024 wurde die Curaçao Gaming Authority neu strukturiert, aber die Lizenz bleibt unter den Standards von Malta oder Gibraltar.
Die Konsequenz: Keine dieser Lizenzen ist ein Ersatz für eine österreichische Konzession. Wer einen Anbieter mit „EU-Lizenz“ bewirbt, hat keine Aussage über die Rechtmäßigkeit in Österreich gemacht. Der Reform-Entwurf sieht explizit IP-Blocking und schwarze Listen für nicht-konforme Anbieter vor, was die Durchsetzung verschärfen wird.
Spieler-Rechte: Verlustrückforderung bei nicht-lizenzierten Anbietern
Die österreichische Rechtsprechung ist europaweit einzigartig, wenn es um die Rückforderung von Spielverlusten geht. Seit 2020 hat der OGH in einer Linie von Entscheidungen bestätigt: Verträge mit nicht-konzessionierten Online-Glücksspielanbietern sind nach dem GSpG nichtig. Die Folge: Spieler können ihre Einsätze und Verluste zurückfordern.
Die Entscheidung 6 Ob 31/24p ist die aktuelle Leitentscheidung. Sie bestätigt die bis dahin entwickelte Linie und macht klar, dass die Nichtigkeit nicht nur theoretisch besteht, sondern praktisch durchsetzbar ist. Spezialisierte Kanzleien, darunter silber.legal, werben aktiv für Rückforderungsverfahren.
Der EuGH hat mit C-77/24 (Wunner) am 15. Jänner 2026 eine ergänzende Entscheidung getroffen: Demnach unterliegen Verluste aus illegalem Online-Glücksspiel dem Recht des Wohnsitz-Mitgliedstaats (Rom II-Verordnung). Für österreichische Spieler bedeutet das: Eine Klage gegen einen Malta- oder Curaçao-Betreiber wird nach österreichischem Recht behandelt, nicht nach dem Recht des Anbieter-Sitzes. Das vereinfacht die Durchsetzung.
Wichtig: Spieler sind nicht Ziel von Strafverfolgung. Die Strafbarkeit nach § 168 StGB und die Verwaltungsstrafen nach § 52 GSpG richten sich gegen Anbieter. Das Risiko für Spieler liegt im Zivilrecht: kein Konsumentenschutz, kein vertraglicher Anspruch auf Auszahlung, keine Anlaufstelle bei Streitigkeiten.
Die GSpG-Reform 2026: Was sich ab Oktober 2027 ändern soll
Am 29. Juni 2026 einigte sich die Koalition auf einen Gesetzesentwurf zur Reform des Glücksspielgesetzes. Das ist ein Entwurf, kein beschlossenes Gesetz. Der Status als Entwurf ist entscheidend: Solange das Gesetz nicht in Kraft ist, gilt das aktuelle Monopol.
Der Entwurf sieht vor: Ab dem 1. Oktober 2027 soll das Online-Monopol fallen und durch ein offenes Konzessionssystem ersetzt werden. Eine unbegrenzte Anzahl von 5-Jahres-Konzessionen soll vergeben werden. Bewerber müssen unter anderem Stammkapital von mindestens € 10 Mio, funktionierende Compliance-Systeme für Geldwäsche und Spielerschutz, sowie eine Kapitalgesellschaft mit Aufsichtsrat nachweisen. Eine Cooling-Off-Phase ist vorgesehen: Ab dem 1. Jänner 2027 müssen bisher illegale Anbieter ihr Online-Angebot einstellen, bis sie eine Konzession erhalten.
Die Wirkungsfolgenabschätzung der Bundesregierung rechnet mit Lizenzeinnahmen von € 20 Mio im Jahr 2027 und € 120 Mio im Jahr 2028. Der Bruttospielertrag am österreichischen Online-Gaming-Markt liegt derzeit bei rund € 496 Mio.
Der Entwurf ist politisch umstritten. Casinos Austria und die Österreichischen Lotterien argumentieren für die Aufrechterhaltung des Monopols, Branchenkenner und Teile der Opposition fordern die Liberalisierung. Andreas Ottenschläger, ÖVP-Finanzsprecher, formuliert das Ziel der Reform so: „Mit der Neuregelung des Glücksspielgesetzes setzen wir einen Schritt hin zu mehr Wettbewerb, Rechtssicherheit und fairen Marktbedingungen.“
Für Craps-Spieler in Österreich bedeutet die Reform eine mögliche Marktöffnung mit mehr Auswahl. Bis dahin bleibt das Monopol bestehen, und die Wahl zwischen win2day und nicht-konzessionierten Anbietern bleibt die einzige Wahl.
Verantwortungsvoll Craps spielen: So schützen Sie sich vor problematischem Spielverhalten
Glücksspiel kann süchtig machen. Das gilt für Craps genauso wie für Spielautomaten, Sportwetten oder Poker. Laut dem Epidemiologiebericht Sucht 2025 des Sozialministeriums erfüllen rund 4 % der österreichischen Bevölkerung die Kriterien für mindestens eine milde Form pathologischen Glücksspielverhaltens. Das sind etwa 300.000 Menschen. Bei Personen mit moderater bis starker psychischer Belastung liegt die Prävalenz bei 5–7 %.
In Österreich gibt es kein dem deutschen OASIS oder LUGAS entsprechendes marktweites Sperrregister. Was es gibt, sind anbieterseitige Schutzinstrumente auf win2day, die BMF Stabsstelle für Spielerschutz und ein Netzwerk von Beratungsstellen in allen Bundesländern. Die Reform sieht ein Cross-Operator-Sperrsystem vor, das ist aber noch nicht in Kraft.
Einzahlungslimits und Spielzeitkontrolle: Wie win2day Spieler schützt
Win2day verlangt von jedem Spieler die Festlegung eines Einzahlungs- und Ausgabenlimits sowie eines Spielzeitlimits vor der ersten Teilnahme. Das ist keine Option, sondern eine Pflicht bei der Registrierung.
Die Limits selbst: Für Spieler unter 26 Jahren liegt das maximale wöchentliche Einzahlungslimit bei € 250. Für Spieler ab 26 Jahren liegt das Standardlimit bei maximal € 1.680 pro Kalendermonat. Eine Erhöhung ist nur nach gesonderter Prüfung möglich. Es gibt kein gesetzliches Einzahlungslimit in Österreich; die Limits auf win2day sind anbieterseitig, nicht behördlich vorgeschrieben. Das unterscheidet Österreich von Deutschland, wo ein monatliches Einzahlungslimit von € 1.000 marktweit gilt.
Was Spieler selbst einstellen können: Das Limit selbst (innerhalb der Vorgaben) und die Spielzeit pro Tag oder Woche. Was systemseitig vorgegeben ist: Die Pflicht, überhaupt ein Limit zu setzen. Wer keines setzt, kann nicht spielen.
Selbstausschluss und Sperrsysteme in Österreich
Win2day bietet Spielpausen und Selbstsperre als Optionen für Spieler, die sich selbst vom Spiel ausschließen wollen. Eine Spielpause ist zeitlich begrenzt (Tage bis Monate), eine Selbstsperre ist dauerhaft und erfordert eine aktive Aufhebung.
Was es nicht gibt: Ein marktweites Cross-Operator-Sperrregister. Deutschland hat OASIS, die Schweiz hat ebenfalls ein marktweites System. Österreich nicht. Das bedeutet: Wer sich auf win2day selbst sperrt, kann sich immer noch bei einem nicht-konzessionierten Anbieter anmelden. Die Sperre greift nur auf der Plattform, auf der sie gesetzt wurde.
Die Reform sieht ein Cross-Operator-Sperrsystem vor. Bis das in Kraft ist, bleibt die Selbstsperre eine Einzelsperre. Für Spieler, die sich um ihre Spielgewohnheiten sorgen, bedeutet das: Sie müssen aktiv mehrere Anbieter sperren, nicht einen.
Hilfe bei Spielsucht: Beratungsstellen, Hotlines und der BMF-Selbsttest
Wer in Österreich Hilfe bei Spielsucht sucht, hat mehrere Anlaufstellen:
- win2day-Hotline: 0800/202304 (kostenlos, täglich 09:00–19:00)
- Spielsuchthilfe Wien: Stolberggasse 26/3, 1050 Wien, Tel. 01/544 13 57, [email protected], www.spielsuchthilfe.at (ambulante Behandlung, Prävention, Beratung, Therapie)
- Anton Proksch Institut (API): Gräfin-Zichy-Straße 6, 1230 Wien, Tel. 01/880 10-0 (stationäre Einrichtung)
- Playsponsible.at: Verzeichnis anerkannter Beratungsstellen in allen Bundesländern (anonym, kostenlos)
- BMF-Selbsttest: Auf bmf.gv.at, Fragebogen „Bin ich gefährdet?“
Die BMF Stabsstelle für Spielerschutz koordiniert die bundesweite Suchtprävention und -beratung. Sie existiert seit 2010 und ist im GSpG verankert. Für Spieler, die erste Anzeichen von problematischem Spielverhalten bemerken, ist der Selbsttest auf bmf.gv.at ein niedrigschwelliger Einstieg. Für Angehörige sind die Beratungsstellen ebenfalls offen.
Methodik: So haben wir die Craps-Casinos für diesen Vergleich bewertet
Die Basis der Betreiber-Auswahl bilden alle Anbieter mit dokumentierter Relevanz für österreichische Spieler im Craps-Markt: ein konzessionierter Anbieter (win2day) und neun Anbieter ohne österreichische Konzession (Bet365, bwin, Interwetten, Mr Green, Tipico, Bet-at-home, Cashpoint, NetBet, Lottoland).
Der rechtliche Prüfmaßstab ist das BMF-Konzessionsregister in Verbindung mit dem Glücksspielgesetz (RIS, konsolidierte Fassung 13.05.2026). Eine Konzession nach § 14 GSpG ist die einzige Zulassung, die für Online-Glücksspiel in Österreich trägt. MGA-, Gibraltar- und Curaçao-Lizenzen berechtigen nicht zur Bedienung österreichischer Spieler.
Die Bewertungskriterien sind: (1) AT-Konzessionsstatus, (2) Bonus-Höhe und Umsatzbedingungen, (3) zuständige Regulierungsbehörde, (4) Craps-Spielangebot. Die Kriterien stehen in dieser Reihenfolge, weil der erste Punkt alle anderen überlagert.
Die Quellen: BMF (Bundesministerium für Finanzen), RIS (Rechtsinformationssystem des Bundes), OGH (Oberster Gerichtshof), EuGH (Europäischer Gerichtshof), evi.gv.at, win2day, Betreiber-Websites, Epidemiologiebericht Sucht 2025 des Sozialministeriums.
Die redaktionelle Prüfung erfolgte manuell. Es wurden keine automatischen Bewertungen vorgenommen, keine Affiliate-Links integriert, keine Bonus-Codes veröffentlicht. Die Daten sind nach bestem Wissen vollständig, aber Lücken sind dort ausgewiesen, wo sie bestehen.
Welches Craps-Casino das richtige für Sie ist — und worauf es wirklich ankommt
Wer in Österreich Craps online spielen will, hat eine Entscheidung zu treffen, die mit der Wahl eines Bonus-Anbieters wenig zu tun hat. Es geht um die Frage: Legal auf win2day, mit allen Einschränkungen des Monopols? Oder bei einem nicht-konzessionierten Anbieter, mit den Risiken, die das GSpG mit sich bringt?
Die rechtliche Realität ist eindeutig. Die OGH-Rechtsprechung seit 2020 macht Verträge mit nicht-konzessionierten Anbietern nichtig. Das bedeutet: Wenn Sie dort spielen und verlieren, können Sie theoretisch Ihre Verluste zurückfordern. Die praktische Durchsetzung erfordert eine Klage, oft über spezialisierte Kanzleien. Die Frage ist, ob Sie diese Unsicherheit für einen € 600-Bonus bei Interwetten oder 200 Freispiele bei Mr Green in Kauf nehmen wollen.
Auf win2day gibt es keinen aggressiven Willkommensbonus, aber es gibt eine echte Lizenz, funktionierende Einzahlungslimits und die Sicherheit, dass Gewinne steuerfrei ausgezahlt werden. Glücksspielgewinne sind in Österreich für Privatpersonen grundsätzlich steuerfrei (§ 3 Abs. 1 Z 27 EStG). Das gilt unabhängig von der Höhe des Gewinns.
Der Ausblick auf 2027 ändert die Bewertung möglicherweise. Wenn das offene Konzessionssystem im Oktober 2027 in Kraft tritt, werden vermutlich mehrere Anbieter eine österreichische Lizenz beantragen. Bis dahin bleibt das Monopol bestehen, und die Wahl ist auf win2day beschränkt.
Die zentrale Empfehlung: Wer in Österreich Craps spielen will und dabei Wert auf Rechtssicherheit, Spielerschutz und steuerfreie Gewinne legt, hat aktuell keine Wahlmöglichkeit. Wer bereit ist, die rechtlichen Risiken zu tragen, findet bei den Offshore-Anbietern mehr Bonus und mehr Spielauswahl, aber keinen österreichischen Verbraucherschutz. Die Entscheidung liegt beim Spieler. Sie hat Konsequenzen, die über den Bonus-Betrag hinausgehen.
Häufige Fragen zum Craps-Spiel in Österreich
Ab welchem Alter darf ich in Österreich online Craps spielen?
Das Mindestalter für Glücksspiel in Österreich beträgt 18 Jahre. Es gilt seit dem 10. Juli 2023 bundesweit und ist im Glücksspielgesetz (GSpG) verankert. Auf win2day ist eine Altersverifikation Teil des gesetzlich vorgeschriebenen Identitätsprüfungsprozesses (KYC). Bei nicht-konzessionierten Anbietern findet diese Aufsicht nicht in gleicher Weise statt, weshalb das Spielen dort mit zusätzlichen Risiken verbunden ist.
Ist Craps in österreichischen Online-Casinos legal?
Craps ist in Österreich nur auf win2day legal. Die Plattform wird von der Österreichischen Lotterien GmbH betrieben und hält die einzige BMF-Konzession nach § 14 GSpG für Online-Glücksspiel. Alle anderen Online-Casinos, ob mit MGA-, Gibraltar- oder Curaçao-Lizenz, sind in Österreich nicht autorisiert. Das gilt unabhängig davon, ob die Plattform österreichische Spieler akzeptiert oder nicht.
Welches ist das beste Online-Casino für Craps in Österreich?
Das beste legale Online-Casino für Craps in Österreich ist win2day, weil es die einzige Plattform mit österreichischer Konzession ist. Unter den nicht-konzessionierten Anbietern bieten Interwetten den höchsten bestätigten Bonus (100 % bis € 600) und Mr Green das umfangreichste Freispiel-Paket (200 + 100 FS), aber beide ohne österreichische Lizenz. Die Definition von „beste“ hängt davon ab, ob Legalität oder Bonus-Höhe priorisiert wird.
Wie hoch ist der Hausvorteil bei Craps-Wetten?
Der Hausvorteil bei Craps schwankt zwischen 0 % (Odds-Wetten) und 16,67 % (Any 7), je nach Wetttyp. Die Pass-Line-Wette hat 1,41 %, Don’t Pass 1,36 %, Place 6/8 1,52 %, Place 5/9 4,00 %, Place 4/10 6,67 %, Hard 6/8 9,09 %, Hard 4/10 11,11 %, Any Craps 11,11 %, 2 Craps/12 Craps 13,89 %. Die niedrigsten Werte bieten Pass/Don’t Pass und Odds-Wetten.
Kann ich Craps vor dem Echtgeld-Spiel gratis testen?
Auf win2day ist eine kostenlose Testversion von Craps nicht standardmäßig bestätigt. Die meisten Online-Casinos bieten Demo-Modi für RNG-basierte Spiele wie First Person Craps an, bei dem mit Spielgeld gewettet wird. Live-Craps erfordert in der Regel Echtgeld. Die Verfügbarkeit eines Demo-Modus ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich und sollte direkt auf der jeweiligen Plattform geprüft werden.
Welche Craps-Varianten gibt es in Online-Casinos?
Die wichtigsten Craps-Varianten sind Standard Craps (volles Wettspektrum), First Person Craps (RNG-basiert, 3D-Tisch, Easy Mode) und Live Craps (Evolution, seit 2020, Speakeasy-Studio-Design). European Seven Eleven ist eine vereinfachte europäische Variante ohne Odds Bets und ohne Come/Don’t-Come-Wetten, die bei Offshore-Anbietern verbreitet ist. Auf win2day sind Standard Craps, First Person Craps und Live Craps verfügbar.
Welche Lizenz braucht ein Online-Casino für Craps in Österreich?
Ein Online-Casino braucht für Craps in Österreich die BMF-Konzession nach § 14 GSpG, die ausschließlich von der Österreichischen Lotterien GmbH gehalten wird. Eine MGA-Lizenz aus Malta, eine Gibraltar-Lizenz oder eine Curaçao-Lizenz berechtigt nicht zur Bedienung österreichischer Spieler. Der Reform-Entwurf vom 29. Juni 2026 sieht vor, dass ab Oktober 2027 mehrere 5-Jahres-Konzessionen vergeben werden können, aber bis dahin bleibt das Monopol bestehen.
Bekomme ich Verluste aus illegalem Online-Glücksspiel in Österreich zurück?
Verluste bei einem nicht-lizenzierten Online-Casino können in Österreich zurückgefordert werden. Der OGH hat mit der Entscheidung 6 Ob 31/24p bestätigt, dass Verträge mit nicht-konzessionierten Anbietern nach dem GSpG nichtig sind. Der EuGH hat mit C-77/24 (Wunner) am 15. Jänner 2026 klargestellt, dass österreichisches Recht anwendbar ist. Spezialisierte Kanzleien wie silber.legal bieten Rückforderungsverfahren an. Spieler sind nicht Ziel von Strafverfolgung.
Sind meine Craps-Gewinne in Österreich steuerpflichtig?
In Österreich sind Glücksspielgewinne für Privatpersonen grundsätzlich steuerfrei gemäß § 3 Abs. 1 Z 27 EStG. Dies gilt für alle Gewinne aus Glücksspielen, die unter die gesetzlichen Bestimmungen fallen, unabhängig von der Höhe des Gewinns oder der Art des Spiels, solange sie im Rahmen des erlaubten Spielbetriebs erzielt wurden.
Welche Dokumente brauche ich für die Anmeldung in einem Craps-Casino?
Für die Registrierung bei einem konzessionierten Anbieter wie win2day ist eine vollständige Identitätsprüfung (KYC-Prozess) erforderlich. Du benötigst dazu ein gültiges amtliches Lichtbildausweisdokument (Reisepass, Personalausweis oder Führerschein) sowie einen Nachweis deines österreichischen Wohnsitzes. Die Daten werden zur Alters- und Identitätsprüfung gemäß den gesetzlichen Anforderungen genutzt, um Spielerschutz und Geldwäscheprävention sicherzustellen.
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Inhalt erstellt vom Team «Echtgeld Casinos Österreich»
